Heuschnupfen-Symptome: 8 Anzeichen, die für eine Pollenallergie sprechen

2022-06-10 21:13:00 By : Ms. SEN WEI

Mit dem Frühling beginnt auch die Heuschnupfenzeit. Ein Blick auf den Pollenflugkalender verrät: Schon im Februar und März sind einige Pollen unterwegs, die bei Betroffenen allergische Reaktionen auslösen können. 

Allergiker*innen müssen sich auf eine unangenehme Zeit einstellen: Zu den typischen Heuschnupfen-Symptomen zählen Schnupfen, Augenjucken und Niesattacken. Daneben gibt es aber auch einige unspezifische Beschwerden, die Betroffene nicht unbedingt mit einer Pollenallergie in Verbindung bringen. Welche Symptome auf Heuschnupfen hinweisen können, erfahren Sie hier.  

Schnupfen, der im Zuge einer Pollenallergie auftritt, wird auch als allergische Rhinitis bezeichnet. Er unterscheidet sich vom klassischen Erkältungsschnupfen. Bei allergischem Schnupfen kommt es seltener zu einer laufenden Nase (Fließschnupfen), vielmehr ist sie verstopft. Oft ist auch nur ein Nasenloch betroffen. Häufig ist das Riechvermögen eingeschränkt – und damit kann auch ein Verlust des Geschmackssinns einhergehen. 

Um eine klassische Erkältung von Heuschnupfen zu unterscheiden, kann das Nasensekret aufschlussreich sein: Während es bei bakteriellen Infektionen meist eine gelbliche oder grünliche Farbe annimmt und eine dickflüssige Konsistenz hat, ist das Nasensekret bei einer Pollenallergie eher farblos und wässrig. 

Heuschnupfen wird oft von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung begleitet. Betroffene haben typischerweise Kopfschmerzen, eine verstopfte Nase, können nur noch schlecht durch die Nase atmen und auch ihr Geruchssinn ist deutlich eingeschränkt. Ein Nasenspray kann die Beschwerden zumindest kurzzeitig lindern.

Auch Husten ist ein häufiges Symptom einer Nasennebenhöhlenentzündung – ausgelöst durch eitrigen Schleim, der über den Rachen in die Bronchien gelangt. Darüber hinaus kann es zu drückenden Gesichtsschmerzen kommen, die sich bei ruckartigen Bewegungen verstärken. Betroffene fühlen sich zudem häufig schlapp und abgeschlagen. 

Allergiker*innen, die eine Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln, haben oft auch mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Der für Heuschnupfen typische Kopfschmerz macht sich in der Regel durch einen unangenehmen Druck bemerkbar, der häufig hinter den Augen verortet ist. 

Wenn die Pollen fliegen, gelangen sie auch auf die Bindehaut der Augen. Diese reagiert besonders sensibel, da sie – anders als Nase und Bronchien – nicht durch Schleimhäute geschützt wird. Typisch für Heuschnupfen sind daher tränende, juckende und brennende Augen. Oft kommt es auch zu Rötungen, geschwollenen Augenlidern und Lichtempfindlichkeit. Bei starken und länger anhaltenden Beschwerden sprechen Mediziner*innen auch von einer allergischen Bindehautentzündung (Konjunktivitis).

Nicht nur die Augen sind vom Pollenflug betroffen. Auch im Mund- und Gaumenbereich, Rachen kann es durch den Blütenstaub zu unangenehmem Juckreiz und Schwellungen kommen. Auch ein Jucken im Ohr ist nicht unüblich. Zusätzlich können Halsschmerzen und Schluckbeschwerden auftreten. Betroffene sind außerdem oft heiser und müssen sich räuspern.

Als Folge des starken Juckreizes, der oft im Rahmen einer Pollenallergie auftritt, kratzen sich viele Betroffene die Haut auf. Diese infiziert sich und es kommt zu schmerzhaftem Ausschlag, Pusteln, Rötungen oder Pickeln. Auch Hautkrankheiten wie Nesselsucht (Urtikaria) oder Neurodermitis können mit Heuschnupfen einhergehen.

Nicht nur tagsüber, auch nachts haben viele Heuschnupfen-Geplagte mit der Allergie zu kämpfen. Vor allem Betroffene, bei denen mehrere Symptome zugleich auftreten, werden nachts oft wachgehalten: Eine verstopfte Nase, Schnupfen, Kopfschmerzen und Co. rauben Allergiker*innen den Schlaf und sorgen tagsüber für Müdigkeit. Das kann sich auch negativ auf die Konzentration und Leistungsfähigkeit im Beruf oder in der Schule auswirken. 

Wer an Heuschnupfen erkrankt, hat ein vielfach höheres Risiko als die übrige Bevölkerung, später ein allergisches Asthma zu entwickeln. Dann kommt es typischerweise zu Beschwerden wie:

Treten derartige Beschwerden auf, sollten diese immer ärztlich abgeklärt werden. Als Anlaufstelle kommt hierfür ein*e Lungenfachärztin*Lungenfacharzt infrage. 

Bei einer Kreuzallergie rufen andere biologisch verwandte Allergene neben der eigentlichen Allergie ebenfalls Reaktionen hervor. Typischerweise leiden viele Personen mit Heuschnupfen auch an einer Nahrungsmittelallergie. Als Folge kann es zu Beschwerden wie Magen-Darm-Verstimmungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit kommen. Oft entwickeln sich Kreuzallergien aber erst nach einiger Zeit, sodass Betroffene die Symptome mitunter gar nicht auf ihre Allergie beziehen.

Übrigens: Auch ohne Kreuzallergie kann es im Rahmen von Heuschnupfen zu Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Durchfall kommen – nämlich dann, wenn die Pollen verschluckt werden.

Mit dem Frühling beginnt auch die Heuschnupfenzeit. Ein Blick auf den Pollenflugkalender verrät: Schon im Februar und März sind einige Pollen unterwegs, die bei Betroffenen allergische Reaktionen auslösen können. 

Allergiker*innen müssen sich auf eine unangenehme Zeit einstellen: Zu den typischen Heuschnupfen-Symptomen zählen Schnupfen, Augenjucken und Niesattacken. Daneben gibt es aber auch einige unspezifische Beschwerden, die Betroffene nicht unbedingt mit einer Pollenallergie in Verbindung bringen. Welche Symptome auf Heuschnupfen hinweisen können, erfahren Sie hier.  

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